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Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt

Im Bereich des Arbeitsmarktes werden wir das Arbeitsschutzgesetz erweitern. Die sachgrundlose Befristung muss abgeschafft werden. Dies ist notwendig, um vor allem jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt Perspektiven und Planbarkeit zu verschaffen. Wer gründet beispielsweise eine Familie, wenn er nicht weiß, ob er im nächsten Jahr noch eine Arbeitsstelle hat? Wir wollen den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch im Alltag mehr Planungssicherheit ermöglichen.

Daneben muss die „Arbeit auf Abruf“ endlich eingedämmt werden. Eine dauerhafte Bereitschaft zur Arbeit ist für jeden Arbeitnehmer eine physische und psychische Belastung und führt langfristig zu stressbedingten Erkrankungen wie Burnout. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen endlich vor zu großen, dauerhaften Belastungen geschützt werden. Daneben wollen wir ein „Recht auf Nicht-Erreichbarkeit“, denn viele Arbeitnehmer nehmen sowohl am Wochenende als auch im Urlaub ihre Arbeit wahr und geraten somit auch in ihrer freien Zeit unter den Druck des Arbeitsmarktes. Dem wollen wir durch dieses „Recht auf Nicht-Erreichbarkeit“ entgegenwirken.

Ein weiterer Punkt, der uns beschäftigt, betrifft den Arbeitsort und die Arbeitszeit, auf die der Arbeitnehmer meist keinen Einfluss hat. Wir wollen stattdessen, dass die Arbeitnehmerin und der Arbeitnehmer endlich auch Möglichkeiten bekommen, die eigenen Arbeitszeiten mitzugestalten. Dies werden wir mit einem „Wahlarbeitszeitgesetz“ erreichen, sodass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Zukunft auch hier mehr Möglichkeiten zur Planung erhalten.

Weiterbildungen sind ein zentrales Instrument, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter zu spezialisieren und um sie auf die zukünftigen Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten. Dieses Instrument wird jedoch nicht häufig genug genutzt und viele Beschäftigten - vor allem im Niedriglohnsektor - bekommen kaum Chancen eine Weiterbildung wahrzunehmen. Deshalb muss nun eine Weiterbildungsoffensive greifen, die zum einen die Qualität der Weiterbildungen steigert und zum anderen den Zugang zu Weiterbildungen für alle Beschäftigten sicherstellt. Dies werden wir mit dem Recht auf Fort- und Weiterbildung gesetzlich verankern.

Neben den Beschäftigten wird dieses Recht natürlich auch für Arbeitslose gelten, die mit uns die Möglichkeit bekommen, sich trotz der Arbeitslosigkeit weiterzubilden und dadurch sich für mögliche Arbeitsplätze zu qualifizieren. Wir müssen Arbeitslosen die Möglichkeit geben wieder auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren und ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Dies funktioniert aber nur, indem wir Arbeitslose fördern und ihnen die richtige Qualifizierung für einen guten Arbeitsplatz verschaffen.

Dafür werden wir das Arbeitslosengeld Q einführen. Dieses wird auf Basis des Arbeitslosengeld I so lange ausgezahlt wie von Weiterbildungsmaßnahmen Gebrauch gemacht wird. Sind diese vorüber, hat der Arbeitslose seinen ursprünglichen Anspruch auf das ALG I. Dies soll vor allem Menschen, die gerade in Arbeitslosigkeit geraten sind, dazu ermutigen, sofort Qualifizierungsmaßnahmen zu ergreifen und somit möglichst frühzeitig wieder eine Arbeitsstelle zu finden. Engagierte Arbeitslose gleiten außerdem nicht mehr so schnell in das ALG II ab, wodurch ganz neue Anreize geschaffen werden.

Daneben wird die Arbeitslosenversicherung gestärkt und zur Arbeitsversicherung umgebaut. Diese soll berufsbegleitend unabhängige Beratungen sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen beinhalten. Denn es müssen auch Maßnahmen geschaffen werden, die bereits vor einer möglichen Arbeitslosigkeit greifen und nicht erst, wenn man bereits arbeitslos ist.