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Jena - Weimarer Land - Sömmerda

Jena

Jena liegt im idyllischen Saaletal im östlichen Thüringen und ist mit 110.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt und wirtschaftliches wie wissenschaftliches Zentrum im Freistaat Thüringen. Hier verbinden sich Geschichte und Innovation in einzigartiger Weise. Schon Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe, der als Minister die Geschicke der Stadt entscheidend prägte und Jena liebevoll als „Stapelstadt des Wissens“ bezeichnete, konnten sich diesem ganz besonderen Charme nicht entziehen. In ihrer bald 800-jährigen Geschichte hat die Stadt als bedeutender Reformationsort, als Ort des entscheidenden Sieges Napoleons über Preußen im Jahr 1806, vor allem aber immer wieder als intellektueller Schmelztiegel und Innovationsstandort Eingang in die Geschichtsbücher gefunden. Heute können hier die Wirkstätten von Martin Luther, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, aber auch von Wissenschaftlern wie Ernst Haeckel, Wolfgang Döbereiner oder Friedrich Hegel besichtigt werden. Bedeutendster Motor Jenas ist seit ihrer Gründung im Jahr 1458 die Universität Jena, die heute zusammen mit der Ernst-Abbe-Hochschule über 22.000 Student*innen ein Zuhause gibt. Seit der Eröffnung der Zeiss-Werkstätten im Jahr 1848 produziert die Saalestadt optische Produkte für die ganze Welt. Durch optische und auch pharmazeutische Industrie, geprägt durch Carl Zeiß, Ernst Abbe, Otto Schott und Lothar Späth, ist Jena heute ein weltweit führender Hightech-Standort und eine der besten Städte für Start-ups in Deutschland.
Die Mischung aus wunderbarer Landschaft mit idyllischen Dörfern im Umland, spannender und vielseitiger Geschichte, innovativer Energie und Neugier sowie studentischer Lebensfreude und kultureller Vielfalt machen Jena zu einer außergewöhnlichen und lebenswerten Stadt.

Weimarer Land

Das Weimarer Land umfasst 75 Gemeinden und liegt geografisch in der östlichen Mitte Thüringens. Es wird von seinen Kennern und Liebhabern aufgrund seiner schönen Landschaft als Toskana des Ostens bezeichnet. Nicht nur landschaftlich erinnert die Region an die Toskana. Denn auch hier gibt es ein großes Weinanbaugebiet rund um die Stadt Bad Sulza, welches sich über die Landesgrenze hinaus nach Sachsen-Anhalt erstreckt.
Mit der Schlacht Napoleons 1806 bei Auerstedt ist jedem Geschichtsfreund die Region ein Begriff. Auch Kunstinteressierten hat das Weimarer Land einiges zu bieten: Das Kunsthaus Avantgarde in Apolda bietet erstklassige Ausstellungen und genießt einen sehr guten Ruf. Auch Lyonel Feininger zog einst durch das Weimarer Land und hielt seine Eindrücke in Bildern fest. Heute erinnert daran der Feininger-Turm in Mellingen, zudem tragen das örtliche Gymnasium und die Grundschule seinen Namen.
Und das Weimarer Land hat noch mehr zu bieten: Kurorte wie Bad Sulza oder Bad Berka bieten ein umfangreiches Spektrum an Möglichkeiten zur Erholung, zum Wandern und zum Rad fahren.
Die Stadt Apolda mit ihren etwas über 23.000 Einwohnern ist das Zentrum des Weimarer Landes und nicht nur für seine Strickwaren berühmt, sondern auch für seine Glockengießerei. In der Glockenstadt ist beispielsweise 1923 die 500 Zentner schwere Kölner Domglocke gegossen worden. Überregional bekannt ist überdies die Apoldaer Vereinsbrauerei, die als eine der wenigen freien Vereinsbrauereien Deutschlands unabhängig von Großunternehmen ihr traditionelles Bier aus einheimischen Produkten herstellt und vertreibt. Auch die Hunderasse des Dobermanns ist in Apolda zu Hause. Die Hundezüchter Louis Dobermann und Otto Göller gründeten hier 1899 den Dobermannpinscher-Klub Deutschland. Fortan wurde die Zucht nach Zuchtlinien betrieben.
Aber auch andere große und kleine Orte wie Kranichfeld und Blankenhain laden zum Entdecken ein.

Landkreis Sömmerda

Der Landkreis Sömmerda liegt im Thüringer Becken und wird umschlossen von Hainleite, Finne und Hohe Schrecke. Die insgesamt acht Naturschutzgebiete machen den Landkreis für Wanderer, aber auch für Radfahrer sehr interessant.
Daneben ist die Region auch eine archäologisch bedeutsame: der Fundplatz Bilzingsleben zählt zu den frühesten Spuren (ca. 400 000 Jahre) der menschlichen Gattung des Homo erectus. Seit 1969 wird die Fundstelle archäologisch betreut. Seit der Wiedervereinigung wird die „Steinrinne Bilzingsleben“ durch den Landkreis betreut und gefördert. Archäologisch interessant ist auch der Leubinger Fürstenhügel. Die Ausgrabungen an diesem Ort sogar dazu, dass ein ganzer Kulturkreis danach benannt wurde. Im Mittelalter gehörten Gebiete des heutigen Landkreises zum Herrschaftsbereich der Thüringer Landgrafen, die mit der Runneburg in Weißensee weithin sichtbar ihre Macht demonstrierten. Das Herrschergeschlecht Beichlingen hatte im Landkreis seinen Familiensitz. Zeugnis davon ist noch heute das existierende Schloss im gleichnamigen Ort Beichlingen.
Der Landkreis war lange Zeit durch Forst- und Landwirtschaft geprägt. Erst mit der industriellen Revolution entwickelten sich die damaligen Städte zu wichtigen Industriestandorten. An der Geschichte der heutigen Kreisstadt Sömmerda und dem Stadtsohn Nikolaus von Dreyse lässt sich diese Entwicklung eindrucksvoll nachvollziehen. Den Höhepunkt dieser Entwicklung stellt das Büromaschinenwerk Robotron dar, welches Ende der 1980er Jahre über 30000 Beschäftigten hatte. Heute sind unter anderem mit Mubea, Erdrich und den MDC-Motorenwerk international agierende Firmen ansässig.